Honig

Honig ist Natur

Honig ist ein hundertprozentiges Naturprodukt

Zusammensetzung

Honig ist eine dickflüssige bis feste, teilweise auch kristallisierte Substanz, die aufgrund ihres hohen Anteils an Frucht- und Traubenzucker sehr süß schmeckt und klebrig ist. Neben diesen und weiteren Zuckerarten (insgesamt 70 % Glucose und Fructose sowie 10 % Saccharose und Maltose) enthält Honig 15 bis 21 % Wasser (Heidehonig bis 23 %) sowie Enzyme, Vitamine, Aminosäuren, Pollen, Aromastoffe und Mineralstoffe. Wegen dieser Zusammensetzung gilt Honig für den menschlichen Gebrauch allgemein als gesündere Alternative zum Haushaltszucker (Saccharose). Die Konsistenz des Honigs reicht von dünnflüssig über cremig bis fest. Sie ist ebenso wie seine Farbe und sein Geschmack abhängig von den besuchten Blüten oder dem gesammelten Honigtau. Häufige Farben sind weiß bis hellgelb, gelb, beigefarben, braun und grünschwarz.

 

Aufgrund seines hohen Zucker- und geringen Wassergehalts ist Honig lange haltbar, wobei dieser auskristallisieren und damit fest werden kann.

Für die Neigung zum Kristallisieren ist das Verhältnis von Frucht- zu Traubenzucker (der beiden Hauptbestandteile) verantwortlich. Ist das etwa 1 : 1, wie etwa beim Rapshonig, so erfolgt die Kristallisation innerhalb weniger Tage. Bei den Honigtauhonigen, etwa dem Tannenhonig, ist das Verhältnis etwa 1,6 : 1. Dieser Honig bleibt über Monate oder sogar Jahre flüssig. Fest gewordener, auskristallisierter Honig kann durch Erwärmen wieder verflüssigt werden; eine längere Lagerung bei hohen Temperaturen führt allerdings zu einer schnelleren Alterung und eine Erwärmung über 40 °C zerstört wichtige, ernährungsphysiologisch wertvolle Inhaltsstoffe.

Honig ist Lebensfreude

Honig zählt zu den ältesten Nahrungsmitteln der Menschheit.

Schon in der Steinzeit nutzte der Mensch Honig als Nahrungsmittel, wie es 9000 Jahre alte steinzeitliche Höhlenmalereien mit „Honigjägern“ zeigen. Er war zunächst das einzige Süßungsmittel. Der wild lebenden Bienenvölkern abgenommene Honig wurde auch als Köder bei der Bärenjagd eingesetzt. Australische Petroglyphen zeigen, dass die Aborigines bereits in vorgeschichtlicher Zeit Buschhonig von stachellosen Bienen sammelten.

Der Ursprung der Hausbienenhaltung mit geplanter Honiggewinnung wird im 7. Jahrtausend v. Chr. in Anatolien vermutet. Bei Ausgrabungen von Pharaonengräbern in Ägypten wurde Honig als Grabbeigabe gefunden. Um 3000 v. Chr. galt im Alten Ägypten Honig als „Speise der Götter“ und als Quelle der Unsterblichkeit: Ein Topf Honig hatte einen Wert vergleichbar dem eines Esels. Um 400 v. Chr. lehrte Hippokrates, dass Honigsalben Fieber senken und dass Honigwasser die Leistung der Athleten bei den antiken Olympischen Spielen verbesserte.

Nach Augustinus ist der Honig ein Bild für die Zärtlichkeit Gottes und seine Güte. Im Koran wird die Heilwirkung des Honigs beschrieben. In der 16. Sure (an-Nahl, auf Deutsch: Die Biene), Vers 68–69, wird berichtet, dass „die Biene durch Eingebung den Befehl bekommen hat, von allen Früchten zu essen und dadurch Honig herzustellen und dass der Honig für den Menschen eine Heilwirkung besitzt“.

Bevor Zucker industriell aus Zuckerrüben gewonnen wurde, war Honig ein wichtiger, oft auch der einzige Süßstoff. Infolge der Entwicklung von Verfahren zur Herstellung von Haushaltszucker (reine Saccharose) aus Zuckerrüben und Zuckerrohr ist Honig in dieser Hinsicht weitgehend verdrängt worden. In der modernen, weiterverarbeitenden Lebensmittelindustrie spielt er fast keine Rolle mehr. Trotzdem wird Honig als Nahrungsmittel weiterhin geschätzt, zum Beispiel als süßer Brotaufstrich oder als Alternative zum industriell hergestellten Haushaltszucker. Im Jahr 2002 betrug die Honigproduktion der Welt 1.268.000 Tonnen. Haupterzeuger waren Asien (459.000 Tonnen), Europa (301.000 Tonnen), die Staaten Mittel- und Nordamerikas (210.000 Tonnen) und Südamerika (124.000 Tonnen).

Quelle: Wikipedia

Honig ist Gesundheit

Der hohe Zucker- und der geringe Wassergehalt verhindern, dass sich Bakterien und andere Mikroorganismen (z. B. Hefen) vermehren können, da sie osmotisch gehemmt werden. Die Dichte des Honigs beträgt etwa 1,4 kg/l, abhängig vom Wassergehalt.

Brennwert und Inhaltsstoffe

Je nach Honigsorte treten folgende Zuckerarten (Kohlenhydrate) in unterschiedlicher Zusammensetzung auf:

  •  Fructose 27 bis 44 %,
  •  Glucose 22 bis 41 %,
  •  Saccharose bis zu 5 %,
  •  Maltose 4 bis 14 %,
  •  weitere Mehrfachzucker 1 bis 14 %.

Alle Angaben der nachfolgenden Tabelle eines nicht näher bezeichneten, typischen Honigs beziehen sich auf eine Gesamtmenge von 100 Gramm.

  • Brennwert 285 kcal/1194 kJ
  • Protein 0,4 g
  • Fett 0 g
  • Kohlenhydrate 77–84 g
  • Wasser 16–23 g
  • Ballaststoffe 0 g

Vitamine

  • Vitamin C 2,6 mg
  • Vitamin B2 0,1 mg
  • Vitamin B6 0,2 mg
  • Niacin 0,1 mg
  • Pantothensäure 0,1 mg

Fettsäuren

  • Cholesterin 0 g

Mineralstoffe

  • Calcium (Ca) 5 mg
  • Chlor (Cl) 18 mg
  • Kalium (K) 46 mg
  • Magnesium (Mg) 6 mg
  • Natrium (Na) 7 mg
  • Phosphor (P) 18 mg
  • Schwefel (S) 1 mg

Spurenelemente

  • Kupfer (Cu) 95 µg
  • Eisen (Fe) 1209 µg
  • Fluor (F) 40 µg
  • Mangan (Mn) 27 µg
  • Jod (J) 0 µg
  • Zink (Zn) 361 µg

Aminosäuren

  • Alanin 16 mg
  • Arginin 22 mg
  • Asparagin 2 mg
  • Asparaginsäure 39 mg
  • Cystein 7 mg
  • Glutamin 3 mg
  • Glutaminsäure 74 mg
  • Glycin 17 mg
  • Histidin 7 mg
  • Isoleucin 15 mg
  • Leucin 23 mg
  • Lysin 15 mg
  • Methionin 7 mg
  • Phenylalanin 19 mg
  • Prolin 21 mg
  • Serin 21 mg
  • Threonin 15 mg
  • Tryptophan 5 mg
  • Tyrosin 7 mg
  • Valin 22 mg

Zusätzlich sind als Enzyme Saccharase (20 – 200 U/kg), Glucose-Oxidase (10-300 U/kg), Phosphatase (7 – 40 U/kg) und Amylase enthalten.

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